Basel dreht den Klassiker beim FC Zürich und gewinnt 2:1

Der Schweizer Fussball-Klassiker zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel hat auch diesmal geliefert, was dieses Duell seit Jahrzehnten auszeichnet: Emotionen, Härte, Wendungen und eine Partie, die bis tief in die Schlussphase offenblieb. Am Ende setzte sich Basel auswärts mit 2:1 durch – obwohl der FCZ früh in Führung gegangen war und lange gute Aussichten auf einen Erfolg hatte.

Gerade Spiele zwischen Zürich und Basel besitzen im Schweizer Fussball eine besondere Bedeutung. Es geht nicht nur um drei Punkte, sondern um zwei grosse Fussballstädte, traditionsreiche Klubs und eine Rivalität, die Generationen von Fans geprägt hat. Entsprechend intensiv entwickelte sich auch dieser Klassiker im Letzigrund. Zürich erwischte den besseren Start, Basel benötigte Geduld – und entschied die Begegnung schliesslich erst in der Schlussphase.

Vor 18’154 Zuschauerinnen und Zuschauern zeigte der FCZ zunächst die effizientere Leistung. Basel steigerte sich jedoch nach dem Seitenwechsel deutlich, erhöhte den Druck und fand die entscheidenden Antworten. Damit setzte der FCB zugleich seine bemerkenswerte Serie in diesem traditionsreichen Duell fort.

Zürich geht früh in Führung

Der Abend begann deutlich besser für die Zürcher. Bereits in der 8. Minute ging der FCZ in Führung. Miguel Reichmuth wurde im Strafraum von Basels Akpe Victory zu Fall gebracht, worauf Schiedsrichter Anojen Kanagasingam auf Penalty entschied.

Philippe Kény übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 1:0. Basel versuchte danach, mehr Kontrolle über die Partie zu gewinnen, blieb vor der Pause aber lange zu wenig zwingend. Zürich verteidigte kompakt und nahm den knappen Vorsprung mit in die Kabine.

Basel kommt nach der Pause zurück

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie. Der FC Basel erhöhte Tempo und Druck und wurde in der 62. Minute belohnt. Zan Celar lancierte Kazeem Olaigbe, der im Strafraum abzog und den Ball via Unterkante der Latte zum 1:1 ins Tor setzte.

Auch die Einwechslung von Xherdan Shaqiri brachte zusätzliche Kreativität in das Basler Spiel. Die Gäste wurden gefährlicher und suchten nun konsequent die Entscheidung.

Celar entscheidet den Klassiker

In der 85. Minute fiel schliesslich das entscheidende Tor. Nach einem Zweikampf zwischen Alexander Hack und Akpe Victory schaltete sich der VAR ein. Nach der Überprüfung entschied der Schiedsrichter auf Penalty für Basel.

Zan Celar verwandelte den Strafstoss zum 2:1. Zürich warf danach nochmals alles nach vorne und hoffte in der Nachspielzeit selbst auf einen Elfmeter. Nach einer weiteren VAR-Überprüfung blieb der Pfiff jedoch aus.

Mehr als nur drei Punkte

Der Klassiker zwischen Zürich und Basel besitzt seit Jahren auch ausserhalb des Rasens eine besondere Brisanz. Wie emotional dieses Duell wahrgenommen wird, zeigte bereits das Aufeinandertreffen im Januar 2026. Im Vorfeld jener Partie kam es zu Übergriffen auf FCB-Anhänger; dazu liefen später Ermittlungen und Hausdurchsuchungen. Mehr zu den damaligen Vorfällen rund um das Duell zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel.

Basel baut seine Serie aus

Für den FC Basel bedeutet der Auswärtssieg nicht nur drei wichtige Punkte. Der FCB setzte damit auch seine starke Serie gegen den FC Zürich fort und gewann erneut eines der emotionalsten Duelle des Schweizer Klubfussballs.

Für Zürich ist die Niederlage dagegen bitter. Der FCZ führte früh, verteidigte über weite Strecken konzentriert und war bis zum Schluss im Spiel. Basel zeigte nach der Pause jedoch mehr Durchschlagskraft und nutzte die entscheidenden Situationen konsequenter.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild: KI-Bild