Alex Frei baut U21 für EM-Endspurt massiv um
Alex Frei nimmt für den entscheidenden Endspurt der U21-EM-Qualifikation einen grossen Umbau vor. Im 25-Mann-Aufgebot der Schweizer «Nati der Zukunft» gibt es gegenüber dem März-Zusammenzug 13 Veränderungen, gleich neun Spieler sind erstmals dabei. Innerhalb von zwölf Tagen warten die entscheidenden Partien gegen Luxemburg, Island und Frankreich.
Erstmals aufgeboten sind Lutfi Dalipi vom FC Vaduz, Bung Hua Freimann vom FC Luzern, Nico Rissi von GC, Joel Ruiz vom FC St. Gallen, Loun Srdanovic von Lille, Ruben Salchli vom SC Kriens, Leandro Schödler und Neil Volken vom FC Zürich sowie Andrej Vasovic vom FC Brügge. Dazu kehren Labinot Bajrami, Alessio Besio, Dorian Derbaci und Alessandro Vogt ins U21-Kader zurück.
Ein Teil des Umbaus hat einen erfreulichen Grund: Zachary Athekame, Winsley Boteli und Sascha Britschgi gehören inzwischen zum Aufgebot der A-Nationalmannschaft. Über Botelis und Britschgis erste Nomination für Murat Yakins A-Team haben wir bereits berichtet. Für Frei entstehen dadurch Lücken, gleichzeitig öffnet sich für weitere Nachwuchsspieler die nächste Tür.
Neun Spieler erhalten erstmals ihre Chance
Frei begründet die zahlreichen Veränderungen vor allem mit der Entwicklung der Spieler in ihren Klubs. Viele der Nominierten kämen aktuell regelmässig zum Einsatz, was die Auswahl gegenüber dem Zusammenzug im März erleichtert habe.
Gleichzeitig will der Nationaltrainer die neuen Spieler im direkten internationalen Vergleich kennenlernen. Besonders auffällig ist die Breite der Neulinge: Sie kommen aus der Super League, Challenge League und Promotion League ebenso wie aus ausländischen Nachwuchs- und Profistrukturen.
Mit Srdanovic vom Lille OSC und Vasovic vom FC Brügge stehen beispielsweise zwei Spieler im Aufgebot, die ihre Entwicklung im Ausland fortsetzen. Schödler und Volken vertreten den FC Zürich, während Freimann vom FC Luzern und Ruiz vom FC St. Gallen weitere Super-League-Klubs repräsentieren.
Schweiz jagt Tabellenführer Frankreich
Sportlich geht es für die Schweiz um viel. In der Qualifikationsgruppe C liegt das Team zwei Punkte hinter Tabellenführer Frankreich, wobei die Franzosen noch ein Spiel weniger ausgetragen haben. Island folgt drei Punkte hinter der Schweiz.
Die Ausgangslage macht insbesondere das direkte Duell mit Island am 29. September enorm wichtig. Zum Abschluss wartet am 6. Oktober auswärts in Orléans Frankreich.
Der Modus lässt mehrere Wege zur Endrunde offen. Die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt für die U21-EM 2027 in Albanien und Serbien. Die übrigen acht Gruppenzweiten müssen in die Playoffs.
Auftakt in Lugano gegen Luxemburg
Zunächst richtet sich der Blick aber auf Luxemburg. Die Schweiz empfängt den Gegner am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr in der AIL Arena in Lugano.
Das Hinspiel sollte Warnung genug sein: Im November 2025 verlor die Schweiz auswärts gegen Luxemburg mit 1:2. Danach stabilisierte sich das Team. Gegen Frankreich gab es ein 1:1, im März folgten Siege gegen die Färöer und Estland.
Gerade deshalb möchte Frei vor den beiden schweren Auswärtsspielen keine Punkte liegen lassen. Mit dem stark veränderten Kader beginnt für die Schweizer U21 nun die entscheidende Phase im Rennen um die EM.
- 25. September, 19.30 Uhr: Schweiz – Luxemburg in Lugano.
- 29. September, 17.00 Uhr Schweizer Zeit: Island – Schweiz in Reykjavik.
- 6. Oktober, 19.00 Uhr: Frankreich – Schweiz in Orléans.
- Die Schweiz liegt vor den letzten drei Spielen zwei Punkte hinter Frankreich; Island folgt drei Punkte hinter der Schweiz.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert