Servette gewinnt 4:2 – VAR stoppt Thuns Wende
Servette setzt seinen Aufwärtstrend fort und gewinnt das Nachtragsspiel beim FC Thun mit 4:2. Die Genfer verspielen im Berner Oberland zunächst eine 2:0-Führung, schlagen nach dem Thuner Ausgleich aber nochmals zurück. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der VAR, der beim Stand von 2:2 ein vermeintliches Führungstor der Gastgeber aberkennt.
Kingstone Mutandwa bringt Servette bereits in der 4. Minute in Führung, Mathis Lambourde erhöht nach 29 Minuten auf 2:0. Doch Meister Thun reagiert eindrücklich: Fabio Saiz verkürzt noch vor der Pause und erzielt in der 54. Minute auch den Ausgleich. Wenig später trifft Nicolas Bürgy vermeintlich zum 3:2, doch der Treffer wird nach VAR-Intervention wegen eines Fouls von Jan Bamert annulliert.
Nur zwei Minuten später schlägt Servette auf der Gegenseite zu. Téo Allix trifft in der 65. Minute zum 3:2 für die Genfer, der eingewechselte David Datro Fofana entscheidet die Partie in der 86. Minute endgültig. Damit endet das bereits im August verschobene Duell, dessen Neuansetzung auf den 16. September wir bereits angekündigt hatten, mit dem zweiten Servette-Auswärtssieg innert vier Tagen.
Servette trifft schon nach vier Minuten
Die Gäste erwischen vor 5’358 Zuschauern im Visana Stadion den deutlich besseren Start. Bereits nach vier Minuten profitiert Mutandwa von Unordnung in der Thuner Defensive und bringt den Ball zur frühen Genfer Führung im Tor unter.
Servette bleibt vor allem im Umschaltspiel gefährlich. In der 29. Minute lanciert Lilian Njoh einen schnellen Gegenangriff, Lambourde schliesst mit links zum 2:0 ab.
Thun lässt sich vom Rückstand allerdings nicht aus der Partie drängen. Die Berner Oberländer übernehmen zunehmend die Initiative und werden in der 38. Minute belohnt. Nach Vorarbeit von Nils Reichmuth zieht Saiz ab, sein Schuss wird noch abgelenkt und landet zum 1:2 im Netz.
Saiz bringt Thun zurück
Nach der Pause erhöht der Schweizer Meister den Druck weiter. In der 54. Minute kommt Saiz erneut im Strafraum zum Abschluss. Wieder wird der Ball von einem Servette-Spieler abgelenkt – und wieder ist Edvinas Gertmonas machtlos. Das 2:2 bringt das Visana Stadion endgültig zurück ins Spiel.
Neun Minuten später scheint die Wende komplett. Nach einem verlängerten Eckball trifft Bürgy zum vermeintlichen 3:2. Der Jubel hält jedoch nicht lange an.
Schiedsrichter Johannes von Mandach wird von VAR Urs Schnyder an den Bildschirm gerufen. In der Entstehung hat Bamert seinen Gegenspieler gefoult. Der Treffer wird deshalb zurecht aberkannt.
Allix bestraft Thun unmittelbar
Die Entscheidung des VAR wird für Thun besonders bitter, weil Servette praktisch sofort zurückschlägt. In der 65. Minute zieht Allix aus der Distanz ab. Der Ball findet durch mehrere Spieler hindurch via Innenpfosten den Weg ins Tor – 3:2 für die Gäste.
Thun versucht danach nochmals alles und wirft in der Schlussphase weitere Kräfte nach vorne. Servette bleibt bei Kontern jedoch gefährlich.
In der 86. Minute entscheidet Fofana das Spiel. Nach einem Ballverlust der Thuner schaltet Jarell Simo schnell um und bedient den eingewechselten Stürmer, der zum 4:2 vollendet.
Servette erhöht sein Konto damit nach acht Spielen auf zehn Punkte und rückt in die obere Tabellenhälfte vor. Für Thun ist es dagegen nach den Niederlagen gegen Sion und GC bereits die dritte Meisterschaftspleite in Serie. Der Titelverteidiger bleibt bei sieben Punkten.
- Servette tritt am Samstag, 19. September, um 18.00 Uhr auswärts bei den Young Boys im Wankdorf an.
- Der FC Thun gastiert am Sonntag, 20. September, um 14.00 Uhr beim FC Vaduz.
- Servette hat die beiden letzten Meisterschaftsspiele gegen Lausanne und Thun gewonnen und steht nach acht Runden bei zehn Punkten.
- Thun wartet seit vier Meisterschaftsspielen auf einen Sieg und hat die letzten drei Partien verloren.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert