Eklat bei Cagliari gegen Juventus – beide Trainer sehen Rot
Nach dem 1:1 zwischen Cagliari und Juventus Turin kommt es am Sonntagabend zu einem heftigen Streit zwischen den beiden Trainern. Luciano Spalletti und Fabio Pisacane geraten unmittelbar nach dem Schlusspfiff aneinander. Betreuer müssen eingreifen, bevor Schiedsrichter Matteo Marcenaro beiden die Rote Karte zeigt.
Auslöser ist eine Bemerkung von Juventus-Trainer Spalletti beim eigentlich üblichen Handschlag. Der 67-Jährige wirft Cagliari vor, geschickt auf Zeit gespielt zu haben. Pisacane reagiert verärgert, worauf sich der Wortwechsel zuspitzt. Nach der Auseinandersetzung werden die beiden Trainer voneinander getrennt.
Die Szene hat unmittelbare Folgen für die nächsten Meisterschaftsspiele. Juventus empfängt am 18. Oktober Lazio Rom, während Cagliari einen Tag später bei Monza antritt. Beide Trainer müssen nach ihren Platzverweisen mit einer Sperre rechnen. Über deren genaue Dauer entscheidet die zuständige Disziplinarinstanz.
Aus Handschlag wird heftiger Streit
Nach dem Schlusspfiff im Unipol Domus gehen Spalletti und Pisacane aufeinander zu. Was normalerweise mit einer kurzen Begrüssung oder Umarmung endet, entwickelt sich zu einer hitzigen Auseinandersetzung.
Spalletti gratuliert seinem Gegenüber zunächst zur Leistung. Gleichzeitig bemerkt er jedoch, Cagliari verstehe sich auch darauf, Zeit zu verlieren.
Pisacane lässt diesen Vorwurf nicht stehen. Die beiden Trainer geraten aneinander und stehen sich schliesslich in unmittelbarer Nähe gegenüber.
Mitglieder der Betreuerstäbe greifen ein und trennen die Kontrahenten.
Schiedsrichter Matteo Marcenaro beobachtet den Vorfall und zeigt anschliessend beiden Trainern die Rote Karte.
Spalletti soll mit Ohrfeige gedroht haben
Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport berichtet über eine Auswertung der Fernsehbilder durch DAZN.
Demnach fragt Spalletti während des Streits seinen Gegenüber, was dieser gerade mache. Pisacane reagiert mit einer entsprechenden Gegenfrage.
Anschliessend soll der Juventus-Trainer eine Ohrfeige angedroht haben.
Die Auseinandersetzung wird beendet, bevor es zu einer körperlichen Attacke kommt.
Die Bilder zeigen, wie angespannt die Atmosphäre nach der Partie ist.
Beide Trainer äussern sich nach dem Spiel
Im anschliessenden Interview versucht Spalletti, die Bedeutung des Vorfalls herunterzuspielen.
Er habe seinem Kollegen gesagt, dass Cagliari gut spiele und ebenso geschickt Zeit schinde. Pisacane habe nachgefragt, was er damit meine.
Danach seien beide getrennt worden.
Pisacane zeigt sich weniger gelassen. Er bedauert, dass der Abend nicht mit einer freundschaftlichen Geste geendet hat.
Gleichzeitig wertet er die emotionale Reaktion des prominenten Gegners als Zeichen dafür, dass Cagliari inzwischen auch gegen grosse Mannschaften ernst genommen werde.
Juventus steht unter Druck
Der Ärger über das Resultat dürfte zur angespannten Stimmung beigetragen haben.
Juventus hatte beim 1:1 gegen Cagliari über weite Strecken mehr Ballbesitz und die besseren Offensivaktionen.
Dennoch gerieten die Turiner durch Daniel Maldini in Rückstand.
Erst in der 81. Minute gelang Randal Kolo Muani der Ausgleich. Wenige Minuten später traf der Franzose auch noch die Latte.
Der späte Punktgewinn konnte die Enttäuschung über den verpassten Sieg nicht vollständig überdecken.
Rote Karten könnten Folgen haben
Die beiden Platzverweise werden nun durch die italienischen Fussballbehörden beurteilt.
Dabei geht es auch um die Frage, ob das Verhalten der Trainer zusätzliche Disziplinarmassnahmen rechtfertigt.
Für Juventus wäre eine längere Abwesenheit Spallettis an der Seitenlinie besonders ungünstig.
Die Turiner empfangen bereits am kommenden Sonntag Lazio Rom.
Cagliari tritt am Montag, 19. Oktober, auswärts gegen Monza an.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert