Sturm Graz bezwingt Marseille – Diakité schiesst Österreicher zum Sieg

Sturm Graz feiert in der Europa League einen wichtigen Heimsieg. Die Mannschaft von Fabio Ingolitsch bezwingt Olympique Marseille am Donnerstagabend, 22. Oktober 2026, mit 1:0. Oumar Diakité erzielt bereits in der 13. Minute den entscheidenden Treffer. Nach drei Spieltagen stehen die Österreicher bei vier Punkten, während Marseille weiterhin auf den ersten Zähler wartet.

Vor heimischem Publikum in der Merkur Arena gelingt Sturm ein engagierter Auftritt. Luca Weinhandl erobert früh den Ball und bereitet Diakités Führung vor. Danach vergeben die Grazer mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Jacob Hödl scheitert an Torhüter Jeffrey de Lange, Simon Seidl trifft die Latte. Marseille kommt ebenfalls zu Chancen, kann die konzentrierte Defensive der Gastgeber aber nicht überwinden.

Besonders interessant ist die Begegnung aus Schweizer Sicht. Mit Valmir Matoshi steht ein früherer Meisterspieler des FC Thun bei Sturm in der Startelf. Auf der Gegenseite beginnt der Schweizer Nationalspieler Ulisses Garcia als Linksverteidiger. Matoshi, der im August von Thun nach Graz wechselte, gehört erneut zu den auffälligen Offensivspielern seiner Mannschaft.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Sturm Graz – Olympique Marseille 1:0 (1:0).
Siegtor: Oumar Diakité (13.), Vorlage Luca Weinhandl.
Schweizer Bezug: Valmir Matoshi bei Sturm, Ulisses Garcia bei Marseille.
Europa League: Sturm 4 Punkte, Marseille 0 Punkte nach drei Spielen.
Nächster Europacup-Gegner: NK Celje am 5. November in Graz.
Was das bedeutet
Sturm verbessert seine Ausgangslage im Kampf um die K.-o.-Phase deutlich. Nach einem Unentschieden und einer Niederlage gelingt gegen einen französischen Spitzenklub der erste volle Erfolg. Marseille gerät nach drei Niederlagen zunehmend unter Druck.

Diakité nutzt Fehler der Franzosen

Sturm Graz beginnt gegen den französischen Traditionsverein mutig. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle versucht die Mannschaft, den Gegner früh unter Druck zu setzen.

Bereits in der 13. Minute wird dieser Einsatz belohnt.

Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste gewinnt Luca Weinhandl den Ball und spielt unmittelbar auf Oumar Diakité.

Der ivorische Angreifer kontrolliert das Zuspiel und trifft mit rechts ins untere Eck. Marseille-Torhüter Jeffrey de Lange bleibt ohne Abwehrchance.

Sturm lässt weitere Treffer liegen

Nach dem Führungstor bleiben die Gastgeber gefährlich.

In der 31. Minute scheitert Jacob Hödl aus guter Position an de Lange. Der Torhüter verhindert damit das zweite Gegentor.

Wenige Minuten später folgt die nächste grosse Möglichkeit. Simon Seidl versucht es mit einem gefühlvollen Heber aus der Distanz. Der Ball landet an der Latte.

Kurz vor der Pause wird auch Marseille gefährlich. Keyliane Abdallah trifft mit einem Abschluss den Pfosten.

Die erste Halbzeit endet mit einer verdienten Führung für Sturm.

Matoshi zeigt sich offensiv auffällig

Der ehemalige Thuner Valmir Matoshi übernimmt im Grazer Offensivspiel eine wichtige Rolle.

Der 23-Jährige bietet sich zwischen den gegnerischen Linien an und unterstützt die beiden Angreifer mit Läufen in die Tiefe.

In der 34. Minute versucht er es selbst mit einem Distanzschuss. Der Ball geht links am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel bereitet Matoshi zwei weitere gefährliche Abschlüsse vor. Zunächst prüft Weinhandl den gegnerischen Torhüter, danach scheitert Belmin Beganovic ebenfalls an de Lange.

Auch in der 65. Minute sucht Matoshi den Abschluss aus der Distanz.

Der Mittelfeldspieler war im August beim Wechsel vom Schweizer Meister FC Thun zu Sturm Graz verpflichtet worden.

Nach seiner Ausbildung im Berner Oberland absolviert der ehemalige Schweizer U21-Spieler nun seine erste Saison im Ausland. International spielt er inzwischen für den Kosovo.

Marseille findet keine Antwort

Trainer Bruno Génésio reagiert zur Halbzeit mit personellen Veränderungen.

Igor Paixão und Himad Abdelli kommen neu ins Spiel. Marseille erhöht den Druck und versucht, mehr Kontrolle im Mittelfeld zu gewinnen.

Die französische Mannschaft hat nun längere Ballbesitzphasen, entwickelt daraus jedoch nur selten zwingende Möglichkeiten.

Der Schweizer Ulisses Garcia beteiligt sich über die linke Seite am Angriffsspiel. Eine seiner Vorlagen ermöglicht Paixão in der 56. Minute einen Abschluss, der über das Tor geht.

Sturm verteidigt kompakt und versucht, durch schnelle Gegenangriffe für Entlastung zu sorgen.

Trotz einzelner gefährlicher Situationen gelingt Marseille der Ausgleich nicht mehr.

Diakité bestätigt seine ausgezeichnete Form

Für den Torschützen setzt sich eine bemerkenswerte Serie fort.

Bereits beim 2:0-Auswärtssieg gegen Austria Wien war Diakité zweimal erfolgreich gewesen.

Am vergangenen Sonntag erzielte er beim deutlichen 6:1 im Grazer Derby gegen den GAK sogar drei Tore.

Nun trifft der ivorische Stürmer auch auf internationaler Bühne.

Trainer Fabio Ingolitsch kann damit erneut auf die Abschlussqualitäten seines Angreifers zählen.

Sturm blickt auf Celje und Hoffenheim

Mit dem Heimsieg verbessert Sturm seine Europacup-Bilanz auf vier Punkte.

Der Wettbewerb hatte für die Grazer mit einem 0:0 gegen Stade Rennes begonnen. Danach folgte eine 0:3-Niederlage beim AFC Bournemouth.

Gegen Marseille gelingt nun die erhoffte Reaktion.

Am Sonntag steht in der österreichischen Bundesliga das Heimspiel gegen die SV Ried an.

In der Europa League empfängt Sturm am 5. November den slowenischen Vertreter NK Celje. Anschliessend folgen Auswärtsspiele bei der TSG Hoffenheim und AZ Alkmaar.

Für Marseille geht es nach den bisherigen Niederlagen gegen Beşiktaş, Olympiakos und Sturm am nächsten Spieltag zu Bayer Leverkusen.

AKTUELLER STAND
Europa League – Sturm Graz und Marseille
22. Oktober 2026 | 3. Spieltag | Merkur Arena, Graz
Mannschaft Sp. Diff. Pkt.
Sturm Graz 3 −2 4
Olympique Marseille 3 −5 0
SPIELÜBERSICHT
Resultate und nächste Europacup-Spiele
Begegnung Resultat / Termin
Sturm – Rennes 0:0
Bournemouth – Sturm 3:0
Sturm – Marseille 1:0
Beşiktaş – Marseille 4:1
Marseille – Olympiakos 0:1
Sturm – NK Celje 05.11., 21.00
Leverkusen – Marseille 05.11.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert