Lausanne verliert Levy Nene (20) – Stürmer fällt mindestens vier Wochen aus
Der FC Lausanne-Sport muss im Kampf gegen den Abstieg einen weiteren Rückschlag verkraften. Offensivspieler Levy Nene fällt wegen einer Verletzung der hinteren Oberschenkelmuskulatur mindestens vier Wochen aus. Der 20-jährige Ivorer hatte seit seiner Ankunft im August bereits zwei Tore erzielt und gehörte zu den Hoffnungsträgern der Waadtländer.
Lausanne bestätigte die Verletzung am Freitag, 23. Oktober 2026. Nene muss zunächst pausieren und anschliessend ein individuelles Rehabilitationsprogramm absolvieren. Je nach Heilungsverlauf könnte sich die Abwesenheit auf fünf Wochen oder länger ausdehnen.
Besonders bitter ist der Ausfall angesichts der sportlichen Situation. Lausanne belegt nach zehn Meisterschaftsspielen mit lediglich sechs Punkten den letzten Tabellenplatz der Super League. Am Sonntag wartet auswärts beim drittplatzierten FC Sion eine schwierige Aufgabe.
Verletzung stoppt Nene nach gelungenem Einstand
Der ivorische Angreifer war Ende August vom dänischen FC Nordsjælland in die Schweiz gewechselt. Lausanne sicherte sich seine Dienste zunächst auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2027 und vereinbarte eine Kaufoption.
Nene fand schnell den Weg zum Tor. Beim 1:3 gegen den FC Vaduz erzielte er seinen ersten Treffer in der Super League.
Auch beim 7:0-Cupsieg gegen den FC Winkeln war der Offensivspieler erfolgreich. In der 49. Minute erhöhte er auf 2:0.
Nun wird seine Entwicklung vorübergehend gestoppt. Wann er wieder vollständig mit der Mannschaft trainieren kann, hängt vom Rehabilitationsverlauf ab.
Lausannes Offensive verliert wichtige Qualitäten
Nene kann sowohl als Mittelstürmer als auch auf dem linken Flügel eingesetzt werden.
Seine Schnelligkeit, die direkten Laufwege in die Tiefe und seine Abschlussstärke machten ihn zu einer interessanten Verstärkung für Trainer Luka Elsner.
Diese Eigenschaften fehlen den Waadtländern nun ausgerechnet in einer schwierigen Meisterschaftsphase.
Lausanne erzielte in den ersten zehn Runden lediglich sieben Tore. Das ist der niedrigste Wert aller zwölf Super-League-Mannschaften.
Elsner muss seinen Angriff neu organisieren
Der Trainer verfügt mit Enzo Molebe, Omar Janneh, Seydou Traoré und weiteren Offensivspielern über Alternativen.
Besonders Traoré hinterliess zuletzt einen starken Eindruck. Beim Cup-Erfolg gegen Winkeln erzielte er innerhalb von zwölf Minuten drei Treffer.
Allerdings lässt sich die Überlegenheit gegen einen unterklassigen Gegner nicht unmittelbar auf die Super League übertragen.
Elsner muss Lösungen finden, die seiner Mannschaft auch gegen stärkere Gegner zu mehr Torchancen verhelfen.
Schwierige Reise zum FC Sion
Bereits am Sonntag, 25. Oktober, steht das nächste Meisterschaftsspiel auf dem Programm.
Lausanne gastiert um 16.30 Uhr im Stade de Tourbillon beim FC Sion. Die Walliser belegen mit 19 Punkten den dritten Tabellenplatz und gehören zu den bisherigen positiven Überraschungen der Saison.
Lausanne hingegen gewann erst eine seiner zehn Meisterschaftspartien. Zuletzt verloren die Waadtländer beim FC St. Gallen mit 0:1.
Ein Punktgewinn im Wallis wäre angesichts der Tabellenlage besonders wertvoll.
Weitere wichtige Spiele folgen
Nach dem Auswärtsspiel in Sion empfängt Lausanne am 1. November den FC Thun. Eine Woche später folgt das Gastspiel bei den Grasshoppers.
Diese Begegnungen besitzen direkte Bedeutung für den Kampf um den Anschluss an die Konkurrenz.
Im Dezember wartet ausserdem der Cup-Achtelfinal gegen GC.
Bis dahin dürfte Levy Nene seine Rehabilitation zumindest weitgehend abgeschlossen haben, sofern die Genesung wie erwartet verläuft. Eine Rückkehr zu einem bestimmten Spieltermin ist damit allerdings noch nicht festgelegt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert