Lugano siegt auch in Thun – Ajeti entscheidet das Duell beim Meister
Der FC Lugano bleibt in der Super League das Mass aller Dinge. Die Tessiner gewinnen am Sonntag, 25. Oktober 2026, beim amtierenden Meister FC Thun mit 3:2 und feiern ihren zehnten Sieg im elften Meisterschaftsspiel. Uran Bislimi und Joker Albian Ajeti entscheiden die Partie nach der Pause. Damit bleibt Lugano auch im 21. Pflichtspiel dieser Saison ungeschlagen.
Vor 7’341 Zuschauern im Visana Stadion bringt Dereck Moncada die Gäste in der 34. Minute in Führung. Nassim Zoukit gleicht nur drei Minuten später aus. Nach dem Seitenwechsel trifft Bislimi zum 2:1, ehe Ajeti in der 76. Minute auf 3:1 erhöht. Riccardo Braschi verkürzt für Thun in der 88. Minute per Penalty, doch Lugano bringt den knappen Vorsprung über die Zeit.
Mit 31 Punkten führen die Bianconeri die Tabelle sechs Zähler vor den Young Boys an. Besonders bemerkenswert ist die Auswärtsbilanz: Alle fünf Meisterschaftsspiele in fremden Stadien hat Lugano gewonnen. Für den FC Thun setzt sich dagegen die schwierige Saison fort. Der Schweizer Meister bleibt nach der siebten Niederlage bei zehn Punkten.
Moncada bringt Lugano in Führung
Die Begegnung beginnt verhalten. Beide Mannschaften waren unter der Woche international im Einsatz und benötigen etwas Zeit, um ihren Rhythmus zu finden.
Lugano besitzt früh eine gute Möglichkeit, doch Kevin Behrens und Uran Bislimi verpassen eine aussichtsreiche Kombination.
In der 34. Minute schlägt der Tabellenführer erstmals zu. Hannes Delcroix lanciert Dereck Moncada mit einem langen Ball. Der 18-jährige Angreifer trifft zum 1:0. Eine zunächst angezeigte Abseitsstellung wird durch den VAR korrigiert.
Thun reagiert sofort. Captain Brighton Labeau scheitert an David von Ballmoos, doch Nassim Zoukit verwertet den Abpraller in der 37. Minute zum 1:1. Es ist sein erster Treffer in der Super League.
Bislimi trifft unmittelbar nach der Pause
Lugano kommt entschlossen aus der Kabine.
In der 49. Minute erhält Uran Bislimi nach einem Eckball von Daniel Dos Santos die Gelegenheit zum Abschluss. Sein Distanzschuss stellt Thun-Torhüter Niklas Steffen vor Probleme. Der Ball rutscht ins Tor.
Die erneute Führung gibt Lugano Sicherheit. Croci-Tortis Mannschaft zieht sich phasenweise zurück und überlässt den Gastgebern mehr Ballbesitz.
Thun versucht Druck aufzubauen, findet jedoch nur selten Lücken. Labeau besitzt zwei weitere Abschlussmöglichkeiten, kann von Ballmoos aber nicht überwinden.
Joker Ajeti schlägt wieder zu
In der 73. Minute ersetzt Albian Ajeti den glücklosen Kevin Behrens.
Nur drei Minuten später entscheidet der Schweizer Stürmer die Begegnung beinahe im Alleingang.
Nach einem langen Zuspiel von Lars Lukas Mai verschätzt sich Thuns Nicolas Bürgy. Ajeti übernimmt den Ball, läuft allein auf Steffen zu und verwandelt souverän zum 3:1.
Für den ehemaligen Basler ist es das dritte Meisterschaftstor der Saison. Bereits beim 5:2-Auswärtssieg gegen Getafe hatte er mit zwei Treffern überzeugt.
Ajeti entwickelt sich damit immer stärker zu einer wichtigen Offensivoption für die Tessiner.
Umstrittener Penalty bringt Thun zurück
In der Schlussphase wird die Begegnung nochmals spannend.
Schiedsrichter Mirel Turkes entscheidet in der 88. Minute nach einem vermeintlichen Handspiel von Mattia Zanotti auf Penalty.
Die Entscheidung ist umstritten, weil Zanottis Arm eng am Körper liegt. Der VAR greift nicht ein.
Riccardo Braschi übernimmt die Verantwortung und verkürzt auf 2:3.
In der Nachspielzeit erhält Braschi sogar noch eine Gelegenheit zum Ausgleich, kann einen Abpraller von David von Ballmoos aber nicht verwerten.
Lugano verteidigt den Vorsprung erfolgreich.
Lugano gewinnt auch ohne spielerischen Glanz
Der zehnte Meisterschaftssieg zeigt erneut die bemerkenswerte Effizienz der Mannschaft von Mattia Croci-Torti.
Die Tessiner kontrollieren nicht jede Spielphase, treffen aber in den entscheidenden Momenten.
Besonders beeindruckend ist die Belastbarkeit. Nur drei Tage nach dem deutlichen Europacup-Erfolg in Spanien gewinnt Lugano auch beim Schweizer Meister.
Mit 31 Punkten aus elf Partien und einer Tordifferenz von +25 besitzt der Tabellenführer eine hervorragende Ausgangslage.
Am Sonntag, 1. November, gastiert der FC Basel in der AIL Arena. Thun trifft gleichzeitig auswärts auf Lausanne-Sport.
Für Lugano geht es darum, die historische Ungeschlagen-Serie weiter auszubauen. Der Titelkampf bleibt trotz des deutlichen Vorsprungs offen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert