Thun dreht 1:4 in Lausanne – Labeau trifft in der 96. Minute
Der FC Thun schafft am Sonntag, 1. November 2026, in der Super League eine unglaubliche Aufholjagd. Die Berner Oberländer gewinnen bei Lausanne-Sport mit 5:4 (1:2), obwohl sie nach 62 Minuten noch 1:4 zurückliegen. Brighton Labeau erzielt in der 96. Minute den entscheidenden Treffer und krönt mit seinem zweiten Tor einen spektakulären Fussballnachmittag im Stade de la Tuilière.
Furkan Dursun bringt Thun zunächst in Führung, doch Omar Janneh dreht die Partie mit zwei Treffern. Nach der Pause erhöhen Enzo Molebe und ein Eigentor von Lucien Dähler auf 4:1 für Lausanne. Was danach folgt, ist eine bemerkenswerte Wende: Labeau, Riccardo Braschi und ein Eigentor von Abdou Karim Sow sorgen für den Ausgleich, ehe Labeau tief in der Nachspielzeit zum 5:4 trifft.
Für den Schweizer Meister FC Thun ist es ein enorm wichtiger Sieg nach zwei Niederlagen in Folge. Die Mannschaft von Gian-Luca Privitelli verbessert sich auf 13 Punkte und den neunten Tabellenplatz. Lausanne bleibt mit sechs Punkten Schlusslicht und kassiert die sechste Meisterschaftsniederlage hintereinander.
Thun führt früh – dann dreht Lausanne auf
Die Gäste beginnen entschlossen. In der zwölften Minute bringt Furkan Dursun den FC Thun nach einem Freistoss per Kopf in Führung. Brighton Labeau liefert die Vorlage.
In der 30. Minute erlebt die Partie ihre erste kuriose Szene. Lausanne-Verteidiger Abdou Karim Sow sieht zunächst Rot, weil er Dursun als letzter Mann zu Fall bringt. Der VAR erkennt jedoch eine vorausgegangene Abseitsposition. Der Platzverweis wird zurückgenommen.
Nur wenige Augenblicke später greift der Videoassistent erneut ein. Thuns Jan Bamert stoppt den Ball im Strafraum mit der Hand. Schiedsrichter Fedayi San entscheidet auf Penalty.
Omar Janneh verwandelt in der 36. Minute zum 1:1. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit trifft der Lausanner Angreifer erneut, diesmal per Kopf. Lausanne führt zur Pause 2:1.
Nach 62 Minuten steht es plötzlich 4:1
Der zweite Durchgang beginnt für Thun katastrophal. In der 53. Minute verliert Captain Marco Bürki den Ball in einer gefährlichen Zone. Enzo Molebe nutzt den Fehler, überlupft Torhüter Niklas Steffen und erhöht auf 3:1.
Neun Minuten später folgt das nächste Missgeschick. Steffen pariert zunächst einen Abschluss von Molebe. Der Abpraller trifft jedoch den eingewechselten Lucien Dähler und springt ins eigene Tor.
Lausanne führt 4:1. Zu diesem Zeitpunkt deutet wenig auf eine Wende hin.
Labeau und Braschi starten die Aufholjagd
In der 70. Minute bringt Labeau seine Mannschaft zurück ins Spiel. Nach einem Freistoss von Bürki reagiert der Stürmer beim Abpraller am schnellsten und verkürzt auf 2:4.
Elf Minuten später setzt sich Noah Christoffersson im Strafraum durch und bedient Riccardo Braschi. Der eingewechselte Offensivspieler trifft zum 3:4.
Lausanne verliert zunehmend die defensive Ordnung. In der 86. Minute lenkt Karim Sow eine Thuner Hereingabe unglücklich ins eigene Netz. Plötzlich steht es 4:4.
Unglaubliche Schlussphase mit dem neunten Treffer
Die letzten Minuten entwickeln sich zu einem offenen Schlagabtausch. Thun erzielt zunächst vermeintlich das 5:4, doch der Treffer wird wegen eines Handspiels aberkannt.
Auf der Gegenseite vergibt Lausanne zwei ausgezeichnete Möglichkeiten, die erneute Führung zu erzielen.
In der sechsten Minute der Nachspielzeit fällt schliesslich die Entscheidung. Labeau steht vor dem Tor richtig und verwertet eine Vorlage von Christoffersson zum 5:4.
Die Thuner Spieler feiern ausgelassen. Wenige Minuten zuvor hatte die Mannschaft noch drei Tore Rückstand gehabt.
Thun gewinnt nach schwierigen Wochen
Der Erfolg kommt für die Berner Oberländer zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Lugano war der Druck auf den Meister gewachsen.
In Lausanne zeigt Thun trotz schwerer individueller Fehler eine bemerkenswerte Moral. Besonders die eingewechselten Braschi und Christoffersson haben grossen Anteil an der Wende.
Für Lausanne ist das Resultat dagegen ein herber Rückschlag. Die Mannschaft von Ludovic Magnin gibt eine komfortable Drei-Tore-Führung aus der Hand und bleibt am Tabellenende.
Am Donnerstag empfängt Thun in der Conference League Heart of Midlothian. Drei Tage später folgt das Meisterschaftsspiel gegen den FC Basel. Lausanne muss beim kommenden Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers reagieren.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert