Schweiz

Basel-Frauen verlieren nach spätem Comeback in Yverdon

Die Frauen des FC Basel haben in der AXA Women’s Super League einen Rückschlag erlitten. Rotblau verlor am Samstagabend auswärts bei Yverdon Sport mit 2:3, nachdem die Baslerinnen zwischenzeitlich bereits 0:3 zurückgelegen hatten. Zwei späte Treffer machten die Partie nochmals spannend, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. Yverdon erwischte den deutlich besseren Start. Khiri brachte die Gastgeberinnen bereits in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Unmittelbar nach der Pause erhöhte Sogan in der 47. Minute auf 2:0, ehe Le Franc nur sieben Minuten später sogar das 3:0 erzielte. Basel stand damit nach 54 Minuten vor einer schwierigen Aufgabe. Erst in der Schlussphase fand der FCB den Weg zurück ins Spiel. Sow verkürzte in der 82. Minute per Penalty auf 1:3. In der 90. Minute brachte Eisenring Basel mit dem 2:3 nochmals heran. Für einen dritten Treffer blieb Rotblau jedoch keine Zeit mehr. Basel bleibt nach acht Meisterschaftsspielen bei zwölf Punkten und fällt auf Rang fünf zurück.

Weiterlesen

Schweiz dreht Spiel gegen Slowenien und bleibt makellos

Die Schweizer Nationalmannschaft setzt ihren perfekten Start in die Nations League fort und gewinnt in Luzern gegen Slowenien mit 2:1. Nach einem frühen Rückstand dreht das Team von Murat Yakin die Partie noch vor der Pause. Nach drei Spielen steht die Schweiz damit bei neun Punkten und führt die Gruppe B1 weiterhin souverän an. Slowenien erwischte den deutlich besseren Start. Bereits in der 2. Minute nutzte Zan Vipotnik einen schnellen Angriff über die rechte Seite und traf nach Zuspiel von Aljoša Matko zum 0:1. Die Schweiz reagierte jedoch sofort und kam in der 10. Minute zum Ausgleich, als Erik Janža eine Hereingabe nach einem Eckball unglücklich ins eigene Tor lenkte. Noch vor der Pause folgte die Wende. Zeki Amdouni setzte sich in der Offensive durch, über einen slowenischen Verteidiger gelangte der Ball zu Dan Ndoye. Der Angreifer schloss in der 38. Minute kraftvoll zum 2:1 ab. In der zweiten Halbzeit verpasste die Schweiz mehrfach die Vorentscheidung, brachte den knappen Vorsprung aber über die Zeit.

Weiterlesen

GC zerlegt den FCZ im Derby – 4:1 nach Traumstart

GC Frauenfussball hat das Zürcher Derby eindrücklich für sich entschieden. Die Grasshoppers schlagen den zuvor in der Meisterschaft noch ungeschlagenen FC Zürich im Letzigrund mit 4:1 und übernehmen damit zumindest vorläufig die Tabellenführung der AXA Women’s Super League. Bereits nach elf Minuten führte GC nach Treffern von Kayla McKenna, Ella Ljustina und Marta Cazalla Garcia mit 3:0. McKenna eröffnete das Derby bereits in der 3. Minute, vier Minuten später erhöhte Ljustina auf 2:0. Als Cazalla Garcia in der 11. Minute einen Penalty zum 3:0 verwandelte, war der FCZ früh schwer angeschlagen. Noch vor der Pause setzte McKenna mit ihrem zweiten persönlichen Treffer zum 4:0 nach. Der FC Zürich fand nach dem Seitenwechsel zwar besser ins Spiel, konnte die Partie aber nicht mehr drehen. Janina Egli erzielte in der 79. Minute den Ehrentreffer zum 1:4. Für den FCZ endet damit nach sieben Meisterschaftsspielen ohne Niederlage die Serie, während GC mit 17 Punkten aus acht Partien vorerst an die Tabellenspitze springt.

Weiterlesen

Grasshopper Club Zürich verpflichtet Olaf Janssen als Cheftrainer bis Sommer 2027

Der Grasshopper Club Zürich freut sich, die Verpflichtung von Olaf Janssen als neuen Cheftrainer bekannt zu geben. Der 59-jährige Deutsche übernimmt die erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung. Er unterzeichnet einen Vertrag bis Sommer 2027. Olaf Janssen bringt umfangreiche Trainererfahrung aus dem deutschen Fussball mit. Zuletzt stand er beim SV Sandhausen an der Seitenlinie. Davor war er viereinhalb Jahre lang bei Viktoria Köln tätig, wo er zum dienstältesten Cheftrainer der dritten deutschen Profi-Liga wurde, viermal den Mittelrheinpokal gewann und zahlreichen Nachwuchsspielern ihr Debüt in der ersten Mannschaft ermöglichte.

Weiterlesen

Achillessehnenriss – Csillag fällt lange aus

Schwerer Rückschlag für Aurélie Csillag und das Schweizer Frauen-Nationalteam: Die 23-jährige Angreiferin hat sich im Cupspiel des Liverpool FC gegen Birmingham City die Achillessehne gerissen. Untersuchungen bestätigten die schwere Verletzung, nachdem Csillag kurz vor der Pause auf einer Trage vom Feld gebracht worden war. Sie wird sowohl Liverpool als auch der Schweizer Nati lange fehlen. Liverpool bestätigte die Diagnose am Donnerstag offiziell. Wie der englische Klub mitteilte, soll Csillag nun von Spezialisten untersucht werden, bevor die weiteren Behandlungsschritte festgelegt werden. Eine konkrete Ausfalldauer wurde deshalb noch nicht kommuniziert. Bei einer derart schweren Verletzung steht für die Schweizerin zunächst die medizinische Behandlung und anschliessend ein längerfristiger Wiederaufbau im Vordergrund. Für die Schweiz kommt der Ausfall zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Bereits am 9. Oktober beginnt gegen Israel die erste Runde der Playoffs zur Weltmeisterschaft 2027. Das Hinspiel findet im ungarischen Mezőkövesd statt, am 13. Oktober folgt das Rückspiel in Sion. Nationaltrainer Rafel Navarro muss dabei ohne Csillag planen und hat Lydia Andrade vom 1. FC Köln als Ersatz aufgeboten.

Weiterlesen

Sions neues Stadion nimmt Form an – 450-Millionen-Projekt geht voran

Das geplante neue Stadion des FC Sion ist einen wichtigen Schritt weiter. Der Klub hat das Projekt "Sion 2030" offiziell zur Vorprüfung beim Kanton Wallis und bei der Stadt Sitten eingereicht. Das sogenannte Cervin Coliseum soll das alte Tourbillon langfristig ersetzen und mit Kosten von rund 450 Millionen Franken weit mehr als ein gewöhnliches Fussballstadion werden. Nach den nun veröffentlichten Projektunterlagen sind bei Fussballspielen bis zu 21'000 Plätze vorgesehen, bei Konzerten soll die Kapazität auf rund 33'000 Personen steigen können. Geplant sind unter anderem ein schliessbares Dach, eine fest integrierte Konzertbühne, ein Hotel mit rund 80 Zimmern und weitere kommerzielle Nutzungen. Selbst eine rund um den Gebäudekomplex führende Achterbahn ist Teil der präsentierten Visualisierungen. Christian Constantin treibt das Projekt seit Jahren voran. Nach Angaben von "Le Nouvelliste" soll der Sion-Präsident die Finanzierung des rund 450 Millionen Franken schweren Vorhabens tragen. Der bestehende Tourbillon bleibt zunächst in Betrieb und soll erst ersetzt werden, wenn die neue Arena bereitsteht. Sportlich befindet sich der FC Sion gleichzeitig in einer starken Phase: Zuletzt sorgte auch das Heimspiel gegen den FC Zürich im bestehenden Tourbillon für Schlagzeilen.

Weiterlesen

Yakin warnt vor Slowenien – Nati will dritten Sieg

Die Schweizer Nationalmannschaft geht mit zwei Siegen und 6:0 Toren in das Nations-League-Heimspiel gegen Slowenien. Murat Yakin verlangt am Samstagabend in Luzern dennoch volle Konzentration und einen starken Auftritt. Von einer möglichen frühen Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg will der Nationaltrainer noch nichts wissen. Die Schweiz führt die Gruppe B1 nach dem 3:0 in Nordmazedonien und dem 3:0 in Schottland mit sechs Punkten an. Slowenien folgt mit vier Zählern unmittelbar dahinter und hat ebenfalls noch kein Gegentor kassiert. Yakin kündigte an, "ein, zwei Bewegungen" speziell auf den Gegner auszurichten. Gleichzeitig betonte er, dass seine Mannschaft ihren eigenen Rhythmus finden und das Spiel kontrollieren wolle. Für die Nati ist es das erste Heimspiel dieser Nations-League-Kampagne. Anpfiff ist am Samstag um 20.45 Uhr in der thermoplan arena in Luzern. Die Ausgangslage ist ausgezeichnet, trotzdem bleibt Yakin bei seiner Linie von Spiel zu Spiel. Der aktuelle Länderspielblock mit den Partien gegen Slowenien und Nordmazedonien ist Teil eines kompakten Nations-League-Programms mit insgesamt sechs Gruppenspielen.

Weiterlesen

Sicherheit bei Schweizer Sportveranstaltungen – Lage verbessert sich, Risiken bleiben

Die Sicherheitslage rund um Schweizer Fussballspiele hat sich zuletzt messbar verbessert. In der Saison 2025/26 wurden von 414 ausgewerteten Spielen der Super League und Challenge League 316 als "grün" eingestuft, während die Zahl der Begegnungen mit besonders schweren gewalttätigen Ereignissen deutlich zurückging. Gleichzeitig bleiben Pyrotechnik, Sachbeschädigungen und einzelne Gewalttaten zentrale Herausforderungen für Klubs, Behörden und Fans. Die Zahlen stammen aus dem Gesamtschweizerischen Lagebild Sport von fedpol. Wichtig ist dabei die Einordnung: Bewertet wird nicht nur das Geschehen innerhalb eines Stadions. Erfasst werden auch Anreise, unmittelbares Stadionumfeld, Zeit vor und nach der Partie sowie die Rückreise. Eine rote Einstufung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass schwere Gewalt auf einer Tribüne stattgefunden hat. Gerade im Schweizer Profifussball liegen viele Problemfälle ausserhalb der eigentlichen Arenen. Für Zuschauer beginnt Sicherheit bereits beim Einlass. Ticket- und je nach Partie Personenkontrollen, getrennte Zugänge für Fangruppen, klar geregelte Gästesektoren sowie Verbote gefährlicher Gegenstände gehören zum Standard. Welche Regeln im Detail gelten, unterscheidet sich zwischen Stadien und Wettbewerben. Ein Überblick über Tickets, Einlasskontrollen und richtiges Verhalten beim Stadionbesuch zeigt deshalb auch, weshalb die jeweilige Stadionordnung vor der Anreise geprüft werden sollte.

Weiterlesen

Kreuzbandriss bei Koindredi – Saison für Lausanne-Star beendet

Schwerer Rückschlag für den FC Lausanne-Sport: Koba Koindredi fällt mit einem Kreuzbandriss für voraussichtlich neun Monate aus. Der 24-jährige Mittelfeldspieler hat sich die Verletzung während der Länderspielpause zugezogen und muss operiert werden. Damit ist seine Saison 2026/27 praktisch beendet. Der FC Lausanne-Sport bestätigte die Diagnose am Donnerstagvormittag. Nach Gesprächen zwischen Koindredi, der medizinischen Abteilung und dem Klub wurde entschieden, den Mittelfeldspieler operieren zu lassen. Der Eingriff soll die bestmöglichen Voraussetzungen für die anschliessende Rehabilitation schaffen. Lausanne rechnet mit einer Ausfallzeit von rund neun Monaten. Für den Tabellenletzten ist der Ausfall besonders bitter. Koindredi war erst Anfang September definitiv von Sporting CP zurückgekehrt und hatte einen Vertrag bis Sommer 2029 unterschrieben. Bei seiner Rückkehr nach Lausanne war der Mittelfeldspieler als wichtiger Baustein für das Zentrum eingeplant worden. Nun muss Trainer Luka Elsner praktisch die gesamte restliche Saison ohne ihn planen.

Weiterlesen

Nationalrat sagt Ja zu 200 Millionen für Olympia 2038

Die Schweizer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 hat im Parlament eine wichtige Hürde genommen. Der Nationalrat hat dem geplanten Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken mit 137 zu 40 Stimmen bei 14 Enthaltungen zugestimmt. Über die Vorlage muss nun noch der Ständerat entscheiden. Die finanzielle Unterstützung des Bundes ist an klare Bedingungen geknüpft. Kantone und Gemeinden müssen zusammen mindestens ebenfalls 200 Millionen Franken beisteuern. Der Bund übernimmt zudem keine Defizitgarantie für die Spiele. Sicherheitskosten sind im vorgesehenen Beitrag von 200 Millionen Franken nicht enthalten und würden zusätzlich anfallen. Für Diskussionen sorgte im Nationalrat auch die Frage einer Volksabstimmung. Ein Antrag, den Bundesbeschluss dem fakultativen Referendum zu unterstellen, scheiterte mit 78 zu 106 Stimmen. Damit ist auf Bundesebene derzeit keine Abstimmung über diesen Planungsbeschluss vorgesehen. Lokale und kantonale Entscheide an Austragungsorten bleiben davon unberührt.

Weiterlesen

SFV rückt von Infantino ab – Unterstützung wird neu geprüft

Gianni Infantino kann vor seiner geplanten Wiederwahl als FIFA-Präsident nicht mehr selbstverständlich mit der Unterstützung aus seiner Schweizer Heimat rechnen. Der Schweizerische Fussballverband überprüft seine bisherige Haltung und will erst nach Gesprächen mit anderen Verbänden entscheiden, ob er den Walliser im März 2027 erneut unterstützt. Einen formellen Entzug der Unterstützung hat der SFV bislang allerdings nicht beschlossen. SFV-Präsident Peter Knäbel bestätigte Mitte September, dass der Verband seine ursprüngliche Haltung zu Infantino überdenkt. Die Schweiz beobachte die Entwicklungen innerhalb der FIFA genau, tausche sich mit anderen Verbänden aus und werde danach ihre Position festlegen. Knäbel verwies gleichzeitig darauf, dass sich der SFV bereits zum Fall Folarin Balogun und zu den umstrittenen Verkaufsplänen rund um «FIFA Forward Enterprise» positioniert habe. Damit wächst zumindest die Unsicherheit über Infantinos Rückhalt in Europa. Frankreich hat seine Unterstützung für dessen Wiederwahl bereits offiziell zurückgezogen, Belgien kündigte ebenfalls an, eine weitere Amtszeit nicht unterstützen zu wollen. Infantino hält dennoch an seiner Kandidatur für die FIFA-Präsidentenwahl vom 18. März 2027 in Rabat fest.

Weiterlesen

Racioppi stösst zur Nationalmannschaft

Anthony Racioppi stösst am Mittwoch als zusätzlicher Torhüter zur Schweizer Nationalmannschaft. Der SFV begründet die Nachnomination mit der Belastungssteuerung im Training. Für den 27-jährigen Keeper des FC Sion ist es die Rückkehr ins A-Nati-Umfeld nach drei Jahren. Racioppi war zuletzt 2023 für die Schweizer A-Nationalmannschaft aufgeboten worden. Damals rückte er nach, weil Gregor Kobel wegen Oberschenkelbeschwerden für das EM-Qualifikationsspiel gegen Andorra ausfiel. Zu einem Länderspieleinsatz kam Racioppi bisher allerdings noch nicht. Nun erhält der Sion-Goalie erneut die Gelegenheit, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu präsentieren. Nach Angaben des Verbands geht es bei der zusätzlichen Nomination nicht um einen bestätigten Ausfall eines anderen Keepers, sondern um die Belastungssteuerung während des laufenden Zusammenzugs.

Weiterlesen

Kosovo vor Schlüsselspielen um Liga A

Kosovo geht mit einer guten, aber noch völlig offenen Ausgangslage in die entscheidenden nächsten Tage der Nations League. Nach zwei Partien steht die Mannschaft von Franco Foda mit drei Punkten auf Rang zwei der Gruppe B3. Bereits am Donnerstag gegen Israel und danach am Sonntag zuhause gegen Österreich kann Kosovo die Weichen im Kampf um den Aufstieg stellen. Zum Auftakt schlug Kosovo die Republik Irland in Pristina mit 1:0, ehe drei Tage später die 1:3-Niederlage in Österreich folgte. Österreich führt die Gruppe nach zwei Siegen mit sechs Punkten an. Kosovo und Irland stehen bei je drei Zählern, Israel ist nach zwei Niederlagen noch ohne Punkt. Damit liegt Kosovo derzeit auf jenem zweiten Platz, der am Ende der Ligaphase zu den Aufstiegs-Playoffs für die Liga A berechtigen würde. Der Schweizer Bezug bleibt dabei erheblich. Leon Avdullahu gehörte sowohl gegen Irland als auch beim 1:3 in Wien zur Startformation, Amir Saipi kam gegen Österreich ins Tor. Auch Albian Hajdari und der neu für Kosovo spielende Dion Kacuri gehören zum Kreis jener Akteure, deren fussballerische Ausbildung eng mit der Schweiz verbunden ist. Beim 1:3 gegen Österreich wurde gleichzeitig sichtbar, dass Kosovo gegen den derzeitigen Gruppenfavoriten noch Steigerungspotenzial besitzt.

Weiterlesen

Lugano zieht davon – warum die Tessiner wirklich ganz vorne stehen

Der FC Lugano hat sich in der Super League längst von einem ambitionierten Verfolger zu einem echten Spitzenteam entwickelt. Nach neun Meisterschaftsspielen stehen die Tessiner bei 25 Punkten, acht Siegen und nur einem Unentschieden. Bemerkenswert ist dabei nicht nur der sportliche Vorsprung, sondern auch die Tatsache, dass Lugano mit einem vergleichsweise überschaubaren Budget arbeitet. Für die Saison 2026/27 beziffert der Klub sein Budget auf rund 12,5 Millionen Franken. CEO Martin Blaser betonte bereits im Mai, dass Lugano wegen des kleineren Einzugsgebiets im Tessin bei den Einnahmen strukturell nicht mit Basel, St. Gallen oder den Young Boys mithalten könne. Gerade deshalb fällt der aktuelle Lauf besonders auf: Lugano führt die Liga nicht dank der grössten finanziellen Mittel, sondern dank einer klaren sportlichen Idee, gezielter Kaderplanung und bemerkenswerter Konstanz. Auch die Resultate sprechen eine deutliche Sprache. Lugano gewann unter anderem 3:1 beim FC Basel, schlug St. Gallen 4:1 und setzte sich zuletzt sogar 4:0 in Lausanne durch. Lediglich beim 2:2 gegen die Young Boys gab das Team bislang Punkte ab. Über den neuen Vereinsrekord nach dem 4:0-Sieg in Lausanne haben wir bereits berichtet.

Weiterlesen

Souveräne Schweiz gewinnt 3:0 in Schottland – perfekter Nations-League-Start

Die Schweizer Nationalmannschaft setzt ihren perfekten Start in die Nations League fort. Das Team von Murat Yakin gewinnt im Hampden Park gegen Schottland souverän mit 3:0 und steht nach zwei Partien bei sechs Punkten und 6:0 Toren. Ricardo Rodriguez, Nico Elvedi und Zeki Amdouni erzielen die Treffer für die Nati. Die Partie erhält bereits nach zehn Minuten eine entscheidende Richtung. Jack Hendry stoppt Dan Ndoye unmittelbar vor dem Strafraum als letzter Mann und sieht nach der VAR-Überprüfung die Rote Karte. Den folgenden Freistoss verwandelt Rodriguez in der 12. Minute sehenswert zum 1:0. Nach der Pause erhöhen Elvedi in der 55. und Amdouni in der 82. Minute. Damit bestätigt die Schweiz den starken Auftakt vom Wochenende. Bereits beim 3:0-Auswärtssieg gegen Nordmazedonien überzeugte die Nati. Nun folgt ohne Granit Xhaka und Breel Embolo der zweite klare Auswärtserfolg innerhalb weniger Tage.

Weiterlesen

Schweizer U21 blamiert sich in Island – 1:5-Klatsche für Frei-Elf

Die Schweizer U21-Nationalmannschaft hat im Kampf um die EM-Teilnahme einen schweren Rückschlag erlitten. Das Team von Nationaltrainer Alex Frei verlor das wichtige Qualifikationsspiel auswärts gegen Island mit 1:5. Nach dem überzeugenden 5:0 gegen Luxemburg folgt damit nur vier Tage später ein kompletter Absturz. Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Die Schweiz wollte mit einem Sieg in Reykjavik ihre gute Position in der Gruppe C festigen und sich vor dem abschliessenden Duell mit Frankreich eine optimale Ausgangslage verschaffen. Stattdessen entwickelte sich die Partie zu einem bitteren Abend. Island bestrafte die Schweizer Fehler konsequent und fügte der Frei-Elf die mit Abstand höchste Niederlage der laufenden Qualifikation zu. Besonders schwer wiegt der Einbruch, weil die Schweiz zuletzt aufsteigende Tendenz gezeigt hatte. Unter Frei waren zuvor drei Siege in Serie gelungen, darunter das klare 5:0 gegen Luxemburg. Bereits vor dem entscheidenden Qualifikationsblock hatte die Schweizer U21 vor drei wegweisenden Spielen gestanden. Nach der Pleite in Island hat sich die Situation nun deutlich verschärft.

Weiterlesen

UEFA-Report zeigt: Schweizer Klubs verdienen kräftig an Transfers

Die Schweizer Super League steht im neuen UEFA-Vergleich in mehreren Bereichen überraschend gut da. Besonders auffällig ist der Transfermarkt: Die Schweizer Klubs nahmen zuletzt rund 89 Millionen Franken durch Spielerverkäufe ein, investierten aber lediglich etwa 45 Millionen Franken in Neuzugänge. Unter dem Strich resultiert damit ein Transferplus von rund 44 Millionen Franken. Die Zahlen stammen aus dem neuen «European Club Talent and Competition Landscape»-Report der UEFA, der mehr als 700 Klubs in Europa untersucht. Neben Transfers analysiert der Bericht unter anderem Zuschauerzahlen, eingesetzte Spieler und Trainerprofile. Für die Schweiz zeigt sich dabei ein bekanntes Modell: Die Super League kann finanziell nicht mit den grossen europäischen Ligen konkurrieren, besitzt aber weiterhin eine wichtige Rolle als Ausbildungs- und Transfermarkt. Auch auf den Tribünen bleibt der Schweizer Klubfussball bemerkenswert stabil. In der vergangenen Saison kamen im Durchschnitt 12'331 Zuschauer zu den Partien der höchsten Spielklasse. Europaweit erreichten die Stadien erneut Rekordwerte: Insgesamt besuchten 242 Millionen Menschen Klub- und Nationalmannschaftsspiele auf dem Kontinent.

Weiterlesen

Nach 1:4-Debakel gegen Italien – Montella in der Türkei massiv unter Druck

Die Türkei steckt nach dem 1:4 gegen Italien in einer handfesten sportlichen Krise. Bereits während des Debakels in Bursa forderten die eigenen Fans lautstark den Rücktritt von Nationaltrainer Vincenzo Montella. Nach dem frühen WM-Aus und zwei Niederlagen zum Start der Nations League wird die Luft für den Italiener immer dünner. Schon nach 27 Minuten liegt die Türkei gegen Italien 0:3 zurück. Alessandro Bastoni, Davide Frattesi und Debütant Michael Kayode zerlegen die türkische Defensive, ehe Barış Alper Yılmaz unmittelbar nach der Pause auf 1:3 verkürzt. Pio Esposito antwortet jedoch umgehend und stellt mit seinem Kopfball zum 4:1 den alten Abstand wieder her. Die Niederlage trifft die Türkei in einer ohnehin angespannten Situation. Zum Auftakt der Nations League hatte Montellas Mannschaft zuhause bereits 0:1 gegen Frankreich verloren. Damit steht die Türkei nach zwei Partien mit null Punkten und 1:5 Toren am Tabellenende der Gruppe A1. Noch schwerer wiegt die Reaktion des eigenen Publikums: In Bursa richtet sich der Frust offen gegen Montella und den türkischen Verband.

Weiterlesen